Granatapfel

Granatapfel

<< Feijoa Guave >>

Granatapfel mit weißem Hintergrund

Steckbrief:

Botanisch: Punica granatum
Andere Namen: Grenadine, Purpurapfel, Punischer Apfel, pomegranate (engl.)
Familie: Weiderichgewächse (Lythraceae)
Vermehrung: Samen
Fruchttyp: Berenfrucht
Lebensdauer: mehrjährig
Keimtyp: Dunkelkeimer
Keimdauer: ~ 21 Tage

amzn

Herkunft:
Der Granatapfel stammt ursprünglich aus Persien (der heutige Iran), wo er schon vor mehr als 3.000 Jahren kultiviert wurde. Bereits in der Antike verbreitete sich der Granatapfel in Asien und im Mittelmeerraum. Nach der spanischen Kolonialisierung gelangte die Frucht schließlich in die Karibik und nach Südamerika.

 

Anbauregionen:
Granatäpfel werden heute in allen Regionen mit tropischem, subtropischem und gemäßigtem Klima kultiviert. Anbauländer sind u.a. China, Ägypten, Iran, Marokko, Tunesien, Armenien, Israel, Italien, Madeira, Spanien, Türkei und Zypern. Aufgrund seiner dicken und robusten Schale kann der Granatapfel sehr gut transportiert werden.

 

Pflanze:
Der Granatapfel wächst an bis zu 8 m hohen immergrünen, dornigen und reich verzweigten Bäumen oder an buschigen Sträuchern. Bereits beim Sämling verholzt der Stamm schon recht früh und die Rinde bekommt eine rotbraune bis graue Farbe. Er wächst jedoch sehr langsam. Junge Zweige wachsen vierkantig und erhalten erst nach einiger Zeit ihre stielrunde Form. Zudem sitzt am Ende ein Stachel. Die eiförmig-lanzettlichen Blätter sind bis zu 9 cm lang und ledrig-glänzend. Im Frühling bilden sich an den Zweigenden die ca. 4 cm großen, glockenförmigen Blüten. Die intensiv gelb bis feuerroten Blüten besitzen viele lange Staubblätter und sind zwittrig.

Granatapfelbaum mit roten Blüten

Frucht:
Der Granatapfel ist eine kugelförmige, bis zu 500 g schwere Frucht, die einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen kann. Die Frucht besitzt eine glatte, lederartige Schale, die anfangs gelbgrün und später ins orangerote übergeht. An ihrer Fruchtspitze sitzt der äußerst auffällige, verholzte Blütenkelch, der von der Form her einem sechskantigen Krönchen ähnelt. Im Inneren der Frucht liegen die zahlreichen gelblichen Samen (eingebettet im glasig-rotem und geleeartigem Fruchtfleisch), die durch weiße Zwischenhäute in mehreren Kammern unterteilt sind. Die saftig-prallen Samenmäntel zerplatzen schon bei leichtem Druck. Die über 400 essbaren Samen haben eine kantige Form und sind ca. 8 mm groß. Granatäpfel schmecken leicht säuerlich-süß und wirken sehr erfrischend.

Granatapfelbaum mit Früchten

Anzucht:
Beschreibung folgt…

 

Pflege:
Beschreibung folgt…

 

Verwendung:
Neben dem Rohverzehr werden aus den Granatäpfeln der berühmte Granatapfelwein, Grenadinesirup und Saft gewonnen. Beliebt ist er auch in der internationalen Küche und wird dort u.a. zum Verfeinern und Dekorierien von Gerichten und Cocktails verwendet. In der Medizin wird der Granatapfel ebenfalls gerne verwendet und hat viele äußerst positive Eigenschaften auf die Gesundheit: Die in der Frucht überdurchschnittlich enthaltenen Polyphenole haben einen positiven Effekt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei einigen Krebsformen. Ebenfalls kann ein regelmäßiger Granatapfel-Verzehr dazu führen, dass sich die Adern-Ablagerung vermindert.

 

Krankheiten & Schädlinge:
Beschreibung folgt…

 

Reifemerkmale & Verzehrhinweise:
Die Schale des Granatapfels ist bei guter Reife leicht rissig und glänzend. Zum Öffnen wird er vorsichtig längs durchgeschnitten und das Fruchtinnere mit Finger oder Löffel vorsichtig herausgelöst. Vorsicht: Den austretenden Fruchtsaft von Textilien fernhalten, da dieser nur schwer zu entfernen ist! Die weißen Zwischenhäute sowie die Schale können nicht verzehrt werden.

 

Inhaltsstoffe:
100 g frischer, verzehrbarer Fruchtanteil

Energie: 77 kcal (322 kJ)
Wasser: 78,8 g
Kohlenhydrate: 16,2 g
Eiweiß: 0,7 g
Fett: 0,6 g
Ballaststoffe: 2,3 g
Calcium: 8,1 mg
Chlorid: 40,7 mg
Kalium: 291,2 mg
Magnesium: 2,9 mg
Natrium: 4,7 mg
Phosphor: 17,5 mg
Eisen: 0,6 mg
Vitamin B3: 0,3 mg
Vitamin B5: 0,6 mg
Vitamin B6: 0,1 mg
Vitamin C: 7,2 mg
Vitamin E: 0,2 mg

Schon gewusst?
• In vielen Kulturen galt der Granatapfel als heilig und wurde, wie in Ägypten, bei Toten mit ins Grab gelegt
• Die spanische Stadt Granada wurde nach der Frucht benannt und ist sogar im Wappen enthalten
• Aufgrund der vielen Kerne steht der Granatapfel in China als Symbol für Fruchtbarkeit

Autor: Denis Bartels

<< Feijoa Guave >>

Schokolinsen - schokolatiker.de